Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages wird am Dienstag, 27. Januar 2026, um 19:00 Uhr in der Gedenkstätte Zellentrakt die Ausstellung „Herford gehört(e) dem Führer? Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933–1939“ eröffnet. Der Gedenktag wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V. und im Rahmen der Bildungspartnerschaft mit der Gesamtschule Friedenstal gestaltet.
Die Ausstellung wurde bereits 2013 vom Team des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. konzipiert, mit großer Resonanz gezeigt und wird nun in einer überarbeiteten, aktualisierten Fassung präsentiert.
Anhand regionaler Texte, historischer Fotografien und Exponate beleuchtet die Ausstellung, wie es den Nationalsozialisten im Stadt- und Kreisgebiet Herford zwischen 1933 und 1939 gelang, große Teile der Bevölkerung für ihre Ideologie zu gewinnen und tief in alle Lebensbereiche vorzudringen. Sie macht sichtbar, warum es trotz Verfolgung, Militarisierung und Unterdrückung nur wenig Widerstand gab. Es werden die Propagandamethoden und Politik-Mittel der NS-Zeit offengelegt, dadurch können Besuchende vor antidemokratischen Tendenzen gewarnt und dafür sensibilisiert werden.
Anbei ein vorläufiger Ablaufplan der Eröffnung:
- Musikalischer Beitrag: Klassisches Akkordeon: Joanne Bialek-Tan
- Begrüßung durch Joachim Jennrich, Vorsitzender des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V.
- Grußwort der Bürgermeisterin Anke Theisen
- Musikalischer Beitrag
- Inhaltliche Einführung durch Christoph Laue, Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.
- Wissenschaftlich recherchiert - unterhaltsam präsentiert: Schüler*innen der Q2 der Gesamtschule Friedenstal stellen Ergebnisse aus dem Besuch von Kommunalarchiv und Gedenkstätte vor
- Musikalischer Beitrag
Die Ausstellung ist ab dem 27.01.2026 zu den allgemeinen Öffnungszeiten samstags und sonntags von 14:00 bis 16:00 Uhr in der Gedenkstätte Zellentrakt zu sehen. Ein pädagogisches Begleitprogramm steht zur Verfügung. Führungen für Gruppen und Schulklassen sind unter Tel. 05221 / 189257 vereinbar.
Recherche und Texte: Christoph Laue
Überarbeitung: in Kooperation mit Nina Pape und Michael Girke
Gestaltung: Elke Brunegraf
Die Ausstellung wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW, der Stiftung der Sparkasse Herford und des Kommunalarchivs Herford.


















