Verschwommenes Bild einer Zelle

„Herford gehört(e) dem Führer?“

Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933 – 1939
Das „Haus der deutschen Arbeit“ 1939 (KAH)
Das „Haus der deutschen Arbeit“ 1939 (KAH)
Amtseinführung von OB Friedrich Kleim August 1933 (KAH)
Amtseinführung von OB Friedrich Kleim August 1933 (KAH)

Wie konnte es auch in Stadt und Kreis Herford dazu kommen, dass die Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1939 die Mehrheit der Bevölkerung für ihre Ideologie gewannen? Die Ausstellung zeigt anhand von historischen Dokumenten, Fotografien, Zeitungsartikeln und Exponaten aus der Region, wie tief die nationalsozialistische Propaganda und Politik alle Lebensbereiche und Altersgruppen durchdrangen. In Herford, so wie im restlichen Deutschland traf die NS-Ideologie auf begeisterte Zustimmung bis hin zu stillem Mitlaufen.

Die Verfolgung von Minderheiten und politisch Andersdenkenden, die zunehmende Militarisierung und Kriegsvorbereitung lösten kaum offenen Widerspruch aus. Versuche des Widerstands wurden brutal unterdrückt oder blieben isoliert.

Die überarbeitete Fassung der ursprünglich 2013 - 2014 gezeigten Ausstellung lädt dazu ein, zu verstehen, welche gesellschaftlichen Mechanismen damals wirkten und mit welcher Aufmerksamkeit wir unsere Gegenwart betrachten müssen. Denn antidemokratische, populistische und rechtsradikale Positionen haben erneut Aufwind. Methoden wie Begriffsumdeutungen, die Ausnutzung realer Sorgen oder die Abwertung von Gegnern und Minderheiten begegnen uns wieder, sowohl im öffentlichen Raum als auch in den sozialen Medien. Geschichte wiederholt sich nicht, doch sie kann uns sensibilisieren. 

Die Ausstellung wird ab dem 27.01.2026 in der Gedenkstätte Zellentrakt zu den allgemeinen Öffnungszeiten Samstag und Sonntag 14 - 16 Uhr geöffnet. Begleitend zu den Themen der Ausstellung steht ein Pädagogisches Programm zur Verfügung. Führungen für Gruppen/Schulklassen sind unter Tel. 05221-189257 vereinbar.
 

Recherche und Texte: Christoph Laue
Überarbeitung in Kooperation mit Nina Pape und Michael Girke
Gestaltung: Elke Brunegraf

Die Ausstellung konnte erstellt werden mit freundlicher Unterstützung von:
Landeszentrale für politische Bildung NRW
Stiftung der Sparkasse Herford
Kommunalarchiv Herford

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Schüler*innen der Gesamtschule Friedenstal zeigten bei der Ausstellungseröffnung zahlreichen interessierten Besucher*innen Ergebnisse der Recherche an Entschädigungsakten aus dem Kommunalarchiv Herford. 

Der Beitrag trug die Überschrift:
„Wissenschaftlich recherchiert - unterhaltsam präsentiert“

Nachfolgend können die Beiträge angeschaut werden:
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Film der Schülerinnen und Schüler der GS Friedenstal, der zur Ausstellung „Herford gehört(e) dem Führer?“ gezeigt wird: