Verschwommenes Bild einer Zelle

Wie ich als Kind den Holocaust überlebte

Gespräch mit Rozette Kats (NL)
Eine Frau hält ein Foto mit mehren Menschen hoch

Rozette Kats wird zum wiederholten Mal in Herford aus ihrem Leben als Holocaust-Überlebende erzählen. Am Dienstag, den 29.9. wird sie jungen Menschen in der JVA Herford begegnen und am Mittwoch, den 30.9. vor einer großen Schüler*innenzahl mit allen Jahrgängen des RGH und einigen Gästen aus anderen Schulen aus dem schwierigen Weg ihres Überlebens vortragen.

Wir freuen uns sehr, als Kuratorium an diesen Veranstaltungen beteiligt sein zu dürfen.

Die Veranstaltungen sind nicht öffentlich zugänglich, nur in Absprache.

 

Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburtstages, dass sie das Kind jüdischer Eltern, die den Holocaust nicht überlebt haben, ist. Ihr Onkel, der einzige weitere Überlebende der Familie, vermag nicht, über die ermordeten Verwandten zu sprechen. Ihren Rettern und Pflegeeltern spielt Rozette das fröhliche Kind vor, doch es plagen sie Ängste und mit zunehmendem Alter auch Fragen über das Leben und Sterben ihrer Eltern. Erst Mitte der 1980er Jahre bekommt sie von ihrem Onkel, der schwer erkrankt ist, das Hochzeitsbild ihrer Eltern.

Es ist ein langer und schmerzlicher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangenheit leben zu lernen,ihre eigene Identität zu finden, was ihr vor allem durch ein vielfältiges Engagement in der Erinnerungsarbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist.

Diese Veranstaltungen bieten eine persönliche Annäherung an die Frage nach der Bedeutung des Holocaust und Gedenken in der heutigen Zeit.

Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.
 

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