Wir laden herzlich ein zum:
Gesprächsabend mit Rozette Kats (NL)
„Wie ich als Kind den Holocaust überlebte“
Am Donnerstag 24. August 2023 um 19 Uhr
in der Synagoge Herford, Komturstr. 21
Grußwort: Matitjahu Kellig (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde)
Moderation: Gisela Küster (Vorsitzende des Kuratoriums)
Bühnengespräch: Raphaela Kula
Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburtstages, dass sie das Kind jüdischer Eltern, die den Holocaust nicht überlebt haben, ist. Ihr Onkel, der einzige weitere Überlebende der Familie, vermag nicht, über die ermordeten Verwandten zu sprechen.
Ihren Rettern und Pflegeeltern spielt Rozette das fröhliche Kind vor, doch es plagen sie Ängste und mit zunehmendem Alter auch Fragen über das Leben und Sterben ihrer Eltern. Erst Mitte der 1980er Jahre bekommt sie von ihrem Onkel, der schwer erkrankt ist, das Hochzeitsbild ihrer Eltern. Später findet sie heraus, dass circa drei Monate vor der Deportation der Eltern von Westerbork nach Auschwitz-Birkenau ihr Bruder geboren wurde.
Es ist ein langer und schmerzlicher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangenheit leben zu lernen, der ihr vor allem durch ein vielfältiges Engagement in der Erinnerungsarbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist. Dieser Gesprächsabend bietet eine persönliche Annäherung an die Frage nach der Bedeutung des Holocaust und Gedenken in der heutigen Zeit. Am Gedenktag 27. Januar 2023 sprach Rozette Kats vor dem Bundestag in Berlin.

