Zum Gedenken an den am 15. September 1944 hingerichteten Metallarbeiter Heiko Ploeger und seiner Frau Henny sowie zur mahnenden Erinnerung an den nationalsozialistischen Terror laden Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS, der Deutsche Gewerkschaftsbund, Kreisverband Herford, und das Kuratorium »Erinnern, Forschen, Gedenken« zur Gedenkfeier und Kranzniederlegung ein. Heiko Ploeger hörte ausländische Rundfunksender, verboten im Nationalsozialismus. Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Dienstag, 15. September 2026, 17 Uhr. Treffpunkt um 16.45 Uhr ist der Haupteingang des Friedhofs »Zum ewigen Frieden« in Herford
Begrüßung und Beitrag »Verfolgung und Widerstand im Kreis Herford«
Friedel Böhse, DGB Kreisverband Herford
Grußworte für die Stadt Herford Bürgermeisterin Anke Theisen,
für den Kreis Herford Landrat Mirco Schmidt
»Rozette Kats, unsere Schulpatin; was wir von ihr über Widerstand lernten/lernen«
Schüler*innen der »Schule ohne Rassismus AG« des Ravensberger Gymnasiums, Herford
Musikalische Begleitung: Duo White Coffee
Rückblick
Das Gedenken an Henny und Heiko Ploeger fand am 15.9.2026 auf dem Friedhof Ewiger Frieden, Herford statt.
Landrat Mirco Schmidt nahm Bezug zu seiner ehemaligen Tätigkeit als Richter am Oberlandesgericht in Hamm. Genau hier ist Heiko Ploeger für sein Vergehen ausländische Radiosender gehört zu haben und sich mit Kollegen darüber besprochen zu haben zum Tode verurteilt worden „im Namen des Volkes“, wie es im Urteil stand.
Bürgermeisterin Anke Theisen nahm besonderen Bezug auf Artikel 1 des Grundgesetzes zur Achtung der Menschenwürde aller Menschen ohne Unterschied.
Friedel Böhse sprach für den DGB Kreisverband und erläuterte an einzelnen FallBeispielen die unterschiedlichen Widerstände in Herford gegen das NS-Regime.
Hanna und Söhnke vom Ravensberger Gymnasium Herford waren jeweils mit einer Schüler*innengruppe auf einer Gedenkfahrt in Sobibor gewesen. In der Folge und Nachbesprechung dazu kam die Idee, Rozette Kats zu fragen, ob sie Schulpatin für das Ravensberger Gymnasien als Schule ohne Rassismus werden wolle.
Hanna und Söhnke hatten jeweils schon den Vortrag von Rosette Kats gehört und legten nun in einem kurzen Vortrag dar, wieso im Fall von Rozette Kats der Widerstand ihrer Pflegeeltern zu ihrem Überleben geführt hatte.
Raphaela Kula vom Atelier Ostbahnhof Bielefeld hatte diesen kleinen Vortrag organisiert und stellte sodann Fragen zur rückwärts-und zur zukunftsgerichteten Möglichkeit des Gedenkens.
Mit nachdenklich machenden Liedern trug das Duo „White Coffee“ zu einer stimmungsvollen Gedenkatmosphäre bei und rundete diese ab.
Wir danken allen Teilnehmer*innen für die jeweiligen Beiträge und Beteiligung.



























