Verschwommenes Bild einer Zelle

Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

Lesung aus dem Kinderbuch „Ede und Unku“ von Alex Wedding
Buchcover "Ede und Unku" mit zwei abgebildeten Kindern, die sich umarmen und anlachen

Am Freitag, den 02. August um 17:00 Uhr treffen wir uns an der Gedenktafel am Rathausplatz Herford und wir lesen aus dem Kinderbuch: „Ede und Unku“ von Alex Wedding.

Es lesen: Raphaela Kula, Michael Girke, Gisela Küster
Musik: Alexander Quaet Faslem (Bass)


Die Geschichte von „Ede und Unku“ erschien 1931. Es war das erste Buch von Alex Wedding, die eigentlich Margarete Weißkopf hieß. Ihr Pseudonym wählte sie nach den proletarischen Wohngegenden Berlins Alexanderplatz und Stadtbezirk Wedding.
Im NS galt das Buch als verboten, in der DDR wurde es nach der NS-Zeit wiederaufgelegt und wurde Pflichtlektüre in den Schulen. „Ist es wirklich schon Jahrzehnte her, daß ich Unku, das Zigeunermädchen, getroffen habe?“ gab Alex Wedding in der ersten Wiederauflage ihren Lesern Auskunft. 
„Was aus Ede geworden ist? … Endlich, vor wenigen Monaten, tauchte Ede bei mir auf, auch er war auf der Suche nach mir gewesen. Ein prachtvoller Mensch stand da plötzlich bei mir im Zimmer. …Und Unku….Fragt lieber nicht! … Ich fürchte, meine Zigeunerfreunde sind nicht mehr am Leben….Die Spur führte nach Auschwitz, in das ‚Zigeunerlager‘ Birkenau.“

(aus: Nachbemerkung, A. Wedding, Ede und Unku, Neues Leben Berlin 2005, S. 124 ff.)

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Impressionen

Fotos von der Gedenkveranstaltung vom 02.08.2024Fotos: Ute Pahmeyer