Verschwommenes Bild einer Zelle

Es fuhr ein Zug nach Sobibor

Einladung zum Gedenken und zur musikalischen Lesung
Foto von Jules Schelvis bei der Lesung
Jules Schelvis 2006 (Foto: Jens Herrmann)
Foto des Gedenksteins für Frida Hecht auf der Gedenkallee in Sobibor
Gedenkstein für Frida Hecht auf der Gedenkallee in Sobibor

Elsbachhaus, Herford

Eintritt frei
Um eine Spende wird gebeten

Das Kuratorium Erinnern, Forschen, Gedenken lädt am Donnerstag den 14. März, 19 Uhr im Elsbachhaus ein zu einer musikalischen Lesung: 

„Es fuhr ein Zug nach Sobibor  - Niemand von uns wusste, was uns erwartete“.

Schüler*innen des Ravensberger Gymnasiums lesen aus Berichten von Jules Schelvis vor, der das Vernichtungslager Sobibor überlebt hat und berichten von der Teilnahme an dem internationalen Jugendaustausch in Sobibor. 

Die Grußworte halten Prof. Matitjahu Kellig von der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold und Werner Seeger, stellvertretender Bürgermeister der Hansestadt Herford. DieEinführung und Moderation übernehmen Raphaela Kula und Fritz Bornemeyer. Musikalisch wird die Lesung begleitet von Alex Quaet-Faslem.

Der persönliche Bericht von Jules Schelvis steht stellvertretend für die Opfer der Deportation nach Sobibor. Er ist einer der wenigen Überlebenden des Vernichtungslager auf polnischem Territorium. Von März bis Juli 1943 wurden 34.313 Juden aus den Niederlanden von den Deutschen nach Sobibor deportiert und dort ermordet. Von ihnen überlebten nur 18 den Krieg. Seit 2013 gibt es eine jährliche internationale Jugendreise mit einer Gruppe junger Menschen aus den Niederlanden, Deutschland, Polen und aus anderen Ländern, um das Gedenken an die Opfer der Vernichtungslager aufrecht zu erhalten. Organisiert wird die Jugendreise von der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme!

 

Rückblick:

Am Donnerstag, den 14.3.2024 fand um 19 Uhr im Elsbachhaus eine musikalische Lesung mit Schüler*innen des Ravensberger Gymnasiums statt.

Katarina Jäger, Mia Sophie Kahl, Miriam Wolf, Vivien Korecki und Florian Korecki lasen aus dem Bericht von Jules Schelvis.
Schelvis überlebte als einer der wenigen das Vernichtungslager Sobibor, in dem etwa 250.000 Menschen durch nationalsozialistisch befohlenes Morden ihr Leben verloren. Er beschrieb in seinem Bericht die menschenunwürdigen Transportbedingungen der Deportation nach Sobibor.

Musikalisch wurde die Lesung durch einfühlsame Bassimprovisationen von Alex Quaet-Faslem begleitet.

Im zweiten Teil der Veranstaltung reflektierten die Schüler*innen ihre Erfahrungen und Erlebnisse aus der Teilnahme an einem internationalen Jugendaustausch in Sobibor, an dem sie, begleitet durch die Lehrer*innen Viviane Bierhenke und Dominik Curlanc in den Herbstferien des letzten Jahres teilgenommen haben.

Bürgermeister Seeger zeigte sich in einem Schlusswort tief berührt und betonte die Wichtigkeit, sich für den Erhalt der Demokratie einzusetzen und sich aktiv zu erinnern, wofür die Ravensberger*innen ein gutes Beispiel abgegeben hätten.

Durch die Veranstaltung führten Raphaela Kula und Fritz Bornemeier vom Atelier Ostbahnhof Bielefeld. Durch ihre Vermittlung hatte die Teilnahme am internationalen Jugendaustausch in Sobibor stattfinden können.

Es war ein emotional und inhaltlich tief berührender Abend.

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Impressionen

Musikalische Lesung „Es fuhr ein Zug nach Sobibor“Fotos: Gisela Küster