Das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken trauert um seine langjährige Vorsitzende Jutta Heckmanns, die am 14. November im Alter von 81 Jahren verstorben ist.
Seit Gründung des Kuratoriums 1997 hat sie die Verantwortung für die Zukunft der Erinnerungskultur in Herford übernommen und mit vollstem Engagement ausgefüllt. In den Jahren nach der Gründung mit dem Ziel, einen dauerhaften Ort für die Beschäftigung mit den schlimmen Geschehnissen der Herforder Geschichte zu schaffen, hat sie zusammen mit den Mitgliedern Ausstellungen und Aktionen entwickelt, die bis heute nachhallen, so beispielsweise die Gedenktafel an die Deportationen aus Herford an der kleinen Markthalle und die Initiative „Jeder Name eine Geschichte“.
Mit ihrem unbändigen Engagement und ihrer emotionalen Stärke gelang es ihr, große Unterstützung in der Herforder Bürgerschaft zu erzeugen. Schließlich begleitete sie 2005 die Errichtung der Gedenkstätte Zellentrakt und trug maßgeblich zu deren Etablierung als außerschulischer Lernort bei, so begleitete sie sogar Grundschulkinder bei der Beschäftigung mit den schrecklichen Erfahrungen der NS-Zeit.
Weit vor dem Kuratorium und der Gedenkstätte war sie engagiert für die Friedensbewegung, Frauenrechte, interkulturelle Begegnungen und viele andere Themen. Sie war Mitgestalterin der ersten Ausstellung „Juden in Herford“ 1988 und im danach entstanden Verein „Kulturen in der Region“ aktiv. Neben Ausstellungen organisierte sie unermüdlich zahlreiche kulturelle und politische Veranstaltungen. Bei alldem war sie immer optimistisch, den Mitstreitenden positiv zugewandt und auch streitlustig, wenn dies nötig war.
Das Kuratorium wird sie in Ehren halten und ihr Erbe fortführen.

