Verschwommenes Bild einer Zelle

Heimatpreis

Zellentrakt und Kuratorium mit dem Heimatpreis ausgezeichnet
Trophäe des Heimat-Preises Kreis Herford 2025 mit pinkem Rahmen und der Aufschrift „Heimatpreis“, verliehen an das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e. V. für die Gedenkstätte Zellentrakt.
Heimatpreis
Urkunde des Heimat-Preises Kreis Herford 2025, verliehen an die Gedenkstätte Zellentrakt – 1. Platz, Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e. V., ausgestellt vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Heimatpreis Urkunde

Wir freuen uns sehr über die hohe Anerkennung unserer Arbeit durch die diesjährige Verleihung des Heimatpreises des Kreises Herford. 

„Der Heimat-Preis entspricht der Richtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen über die Gewährung von Zuwendungen zur Umsetzung des Förderprogramms „Heimat-Preis“. Der Heimat-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er kann als Einzelpreis oder in bis zu drei Preiskategorien verliehen werden.“ Zellentrakt und Kuratorium erhalten 7.000 Euro.

„Der Heimat-Preis wird für Maßnahmen und Projekte aus den Bereichen Denkmalpflege, Forschung zur Geschichte der Region, Sicherung der Integration von Stadt und Land, Landschafts- und Naturschutz, Traditions- und Brauchtumspflege vergeben. Über die Vergabe des Heimat-Preises entscheidet eine Jury. Ihr gehören an: Der Landrat des Kreises, zwei Personen aus dem zuständigen Fachausschuss des Kreistages, zwei Personen aus der Verwaltung, der Kreisheimatpfleger und eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der Medien.“

Das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V. hatte sich allgemein und mit dem Projekt der Neubearbeitung der 2013 gezeigten Ausstellung „Herford gehörte dem Führer? Die Nazifizierung des Alltags im Raum Herford 1933-1945“ beworben. Sie wird graphisch neu gestaltet werden, um Bildelementen und Texten mehr Gewicht zu verleihen und näher an heutigen Lesegewohnheiten und Mediennutzungen zu orientieren.

Angesichts des Erstarkens rechtspopulistischer Parteien und Gruppierungen sowie antijüdischer, antisemitischer, antimuslimischer und antiziganistischer Bewegungen sollen die Inhalte dieser Ausstellung verdeutlichen, mit welchen Methoden und Sprachregelungen derartige Gruppen versuchen, die heutige Gesellschaft zu beeinflussen und welche Veränderungen im Alltags- und Kulturleben drohen, sollten solche Gruppierungen politische Macht erhalten. 

Die Ausstellung thematisiert die rasche Durchdringung der Herforder Zivilgesellschaft mit nationalsozialistischer Ideologie, was dazu beitrug, dass auch in Herford kaum noch Widerstand gegen Verfolgung und Krieg möglich war. Sie thematisiert neben der Entwicklung und Struktur der NSDAP in Herford sowohl die Vereinnahmung von z.B. Arbeitern, Frauen, Kindern und Jugendlichen durch Feste, Aufmärsche und nationalsozialistische Organisationen wie auch den Ausschluss politischer, religiöser, ethnischer Gruppen aus der Volksgemeinschaft und jüdischer und behinderter Mitbürgerinnen und Mitbürger aus der Volksgemeinschaft. Geschichte wiederholt sich zwar nicht im Detail, aber Methoden und Handlungen im NS-Staat können durchaus für heutige Entwicklungen sensibilisieren. 

Dies Ausstellung wird ab 27. Januar 2026 in der Gedenkstätte Zellentrakt gezeigt.

(Zitate aus der Ausschreibung des Preises)

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Impressionen

Verleihung des Heimatpreises