AKTUELLES KURATORIUM

Fotoimpressionen Gedenkfeier Heiko Ploeger
28.09.2022

Fotoimpressionen der Gedenkfeier und Kranzniederlegung
zum 78. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger am 15. September 2022

Die Kranzniederlegung wurde begleitet von musikalischen Beiträgen des Herforder Gewerkschaftschors. Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Friedenstal informierten über »Henny Ploeger: Die Frau mit großem Wagemut an der Seite von Heiko Ploeger« und präsentierten einen Vorschlag für einen Gedenkstein.

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Fotos: Ute Pahmeyer

Gedenkfeier zum 78. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger
07.09.2022

Einladung zur Gedenkfeier und Kranzniederlegung zum 78. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger

Zum Gedenken an den am 15. September 1944 hingerichteten Metallarbeiter Heiko Ploeger und zur mahnenden Erinnerung an den nationalsozialistischen Terror laden Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS, der Deutsche Gewerkschaftsbund, Kreisverband Herford, und das Kuratorium »Erinnern, Forschen, Gedenken« zur Gedenkfeier und Kranzniederlegung ein. Heiko Ploeger hörte ausländische Rundfunksender, verboten im Nationalsozialismus. Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Kranzniederlegung wird begleitet von musikalischen Beiträgen des Herforder Gewerkschaftschors.

Donnerstag, 15. September 2022, 16.45 Uhr.
Treffpunkt ist der Haupteingang des Friedhofs »Zum ewigen Frieden« in Herford.

Begrüßung: Hermann Janßen, Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS.

Anschließend erfolgt die Kranzniederlegung. Worte des Gedenkens spricht für die Stadt Herford Bürgermeister Tim Kähler. Desweiteren informieren Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Friedenstal über »Henny Ploeger: Die Frau mit großem Wagemut an der Seite von Heiko Ploeger«.

Einladung (PDF)
Gedenkfeier (PDF)

Mahn- und Gedenkveranstaltung
19.08.2022

Wir laden ein zur

Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Krankenmord und Euthanasie in der NS-Zeit

am Dienstag, dem 6. September 2022, um 17:00 Uhr
am Mahnmal für die Opfer des Faschismus
am Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall, Herford

Begrüßung: Dr. med. Wolf Müller (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.)
Gedenkworte (auch im Namen des Stadt Herford): Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford

Kurzvorträge von Helga Kohne und Dr. med. Wolf Müller:
"Lebende Blutkonserven – Massenmord an Kindern"

Die Geschichte des Kinderheims Sokolniki in Charkiv in der Ukraine, in dem Kindern zwischen vier und elf Jahren regelmäßig Blut abgenommen wurde, um das Leben deutscher Soldaten zu retten. Oft handelte es sich um Kinder von Müttern, die zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt waren und deren Väter im Krieg gegen die Deutschen kämpften. Viele Kinder überlebten diese Prozeduren nicht. Neben Sokolniki gab es weitere 16 solcher Heime. Was dieses Prinzip der lebenden Blutkonserven aus medizinischer Sicht bedeutet, wird ebenso thematisiert, wie die unrühmliche Rolle des Deutschen Roten Kreuzes.

Niederlegung von Blumen und Kränzen am Mahnmal.


Einladung (PDF)

Gedenktages an die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation
19.08.2022

 

Anlässlich des

Gedenktages an die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit

laden wir herzlich ein zu
Treppe ins Ungewisse
am Mittwoch, 7. September 2022 um 19 Uhr
in der Gesamtschule Friedenstal, Salzufler Str. 129, 32049 Herford

Eintritt frei, wie bitten um Spenden

Das Theaterstück „Treppe ins Ungewissen“ holt die Auseinandersetzung mit diesem in der Öffentlichkeit viel zu wenig beachteten Thema auf die Bühne. Auf Grundlage von Zeitzeugenberichten, Gerichtsurteilen und historischen Studien ist ein Stück entstanden, das versucht, das Unsagbare auszusprechen: Menschen wurden verstümmelt und ermordet, weil sie „störten“. Sie wurden als überflüssig, als unnötige finanzielle Belastung angesehen. Sie waren eine Gefahr für die Reinheit der deutschen „Rasse“.

Mahn- und Gedenkveranstaltung
19.08.2022

Wir laden ein zur

Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Krankenmord und Euthanasie in der NS-Zeit

am Dienstag, dem 6. September 2022, um 17:00 Uhr
am Mahnmal für die Opfer des Faschismus
am Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall, Herford

Begrüßung: Dr. med. Wolf Müller (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.)
Gedenkworte (auch im Namen des Stadt Herford): Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford

Kurzvorträge von Helga Kohne und Dr. med. Wolf Müller:
"Lebende Blutkonserven – Massenmord an Kindern"

Die Geschichte des Kinderheims Sokolniki in Charkiv in der Ukraine, in dem Kindern zwischen vier und elf Jahren regelmäßig Blut abgenommen wurde, um das Leben deutscher Soldaten zu retten. Oft handelte es sich um Kinder von Müttern, die zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt waren und deren Väter im Krieg gegen die Deutschen kämpften. Viele Kinder überlebten diese Prozeduren nicht. Neben Sokolniki gab es weitere 16 solcher Heime. Was dieses Prinzip der lebenden Blutkonserven aus medizinischer Sicht bedeutet, wird ebenso thematisiert, wie die unrühmliche Rolle des Deutschen Roten Kreuzes.

Niederlegung von Blumen und Kränzen am Mahnmal.


Einladung (PDF)

Fotoimpressionen Gedenkveranst. „Zigeuner … sind an diesem Ort unerwünscht“
16.09.2021

Fotoimpressionen der Gedenkveranstaltung
„Zigeuner … sind an diesem Ort unerwünscht“

am 2. August 2022 anlässlich des
Europäischen Holocaust-Gedenktags für Sinti und Roma

Rathausplatz Herford

Mit Ansprache von Gisela Küster (Vorsitzende des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V.)

Ansprache (PDF)

 

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Fotos: Ute Pahmeyer

Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma
27.07.2022

Foto aus dem Raum Herford (Kommunalarchiv)

Einladung

Anlässlich des
Europäischen Holocaust-Gedenktags für Sinti und Roma

laden wir herzlich ein zur Gedenkveranstaltung
„Zigeuner … sind an diesem Ort unerwünscht“
am 2. August 2022 um 17 Uhr
an der Gedenktafel am Herforder Rathaus
Rathausplatz 1, 32052 Herford.


Ablauf:

Gruß- und Gedenkworte

Gisela Küster (Vorsitzende des Kuratoriums):
„Zigeuner … sind an diesem Ort unerwünscht“ (Kurzvortrag)

Niederlegung von Blumen an der Gedenktafel


Einladung (PDF)

Einladung "Winterreise"
09.06.2022

 

Wir laden herzlich ein:

Im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus und Rechtsextremismus im Kreis Herford zeigen wir am Donnerstag 9. Juni 2022 // um 19 Uhr den Film

Winterreise
Dokumentarfilm von Anders Ostergaard, u.a. mit Bruno Ganz

Martin Goldsmith wuchs als ein gewöhnlicher amerikanischer Junge auf. Aber von seiner Kindheit an hing ein Schatten über der Familie. Der bekannte Radiomoderator wusste nur, dass seine Eltern, beide säkuläre Juden, aus Deutschland stammten, und dass seine Verwandtschaft im zweiten Weltkrieg gestorben sei. Für seine Eltern hatte in Amerika ein neues Leben angefangen – ein Leben, in dem man keine Frage über die Vergangenheit stellt. Erst als erwachsener Mann, nach dem Tod seiner Mutter, brach Martin den Bann und befragte seinen Vater zu der deutschen Vergangenheit seiner Eltern und der gesamten Familie in den 30er Jahren.

Ort: Capitol Kino, Elisabethstraße 1A, 32052 Herford (barrierefrei)

Eintritt frei, wir bitten um Spenden


Winterreise (PDF)

Einladung zur Lesung „IM WESTEN NICHTS NEUES“
04.05.2022

Erich Maria Remarque (um 1928), gemeinfrei

Buchtitel


Anlässlich des
Tages der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933
laden wir herzlich ein zur Lesung mit Musik

„IM WESTEN NICHTS NEUES“

am Donnerstag 12. Mai 2022 um 19 Uhr
in das Elsbach-Haus, Goebenstraße 3-7, 32052 Herford


Eintritt frei, wie bitten um Spenden

Wir empfehlen weiterhin eine Mund-/Nasen-Maske zu Ihrem und dem Schutz anderer zu tragen.


DIRK STREHL LIEST AUS ERICH MARIA REMARQUES ROMAN
„IM WESTEN NICHTS NEUES“.
DAS THEMA IST AKTUELL:
DIE SINNLOSIGKEIT DES KRIEGES.
MUSIK (CELLO UND KONTRABASS) VON THEO BONHERT UND MAX SCHULTIS.

E. M. Remarque war ein deutscher Schriftsteller, der mit seinem Roman 'Im Westen nichts Neues' Geschichte geschrieben hat. Remarque war im Ersten Weltkrieg selbst nur kurz an der Front, wurde verwundet und verarbeitet seine Lazaretterfahrungen auch in diesem Roman. 1930 emigrierte er, 1933 wurde er ausgebürgert und seine Bücher wurden verbrannt. 1938 gelang ihm die Ausreise in die USA, später lebte er in der Schweiz bis seinem Tod 1970.

Theo Bonhert und Max Schultis, beide Musiker der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, spielen mit Cello und Kontrabass Musiken von Buononcini (Barock), Lukas (Moderne) und Bach. Lukas, einer der erfolgreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts war inspiriert von tschechischem musikalischem Gedankengut und bereicherte mit streng ausgewählten Elementen die moderne Musik. Lyrische und weitatmige, festlich angelegte Passagen in dunklen, warmen Klangfarben, stehen im Wechsel mit drastischen, scharf rhythmisierten Abschnitten.


Einladung (PDF)

Lesung "Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten"
15.03.2022



(Fotos: V&R)


Wir laden herzlich ein zur Lesung mit

Jürgen Gückel
Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten

am Mittwoch, 6. April 2022 um 19 Uhr in das Elsbach-Haus, Goebenstraße 3-7, 32052 Herford


Eintritt frei, wie bitten um Spenden

Anmeldung erforderlich unter 05221 189257 oder info@zellentrakt.de

Die dann gültigen Corona-Schutzregeln sind einzuhalten.


Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten

»Onkel Fritz ist zurück aus Frankreich – im Zinksarg!« mit dieser Szene aus dem Oktober 1954 beginnt die Biografie des deutschen SS-Offiziers und Auschwitz-Kommandanten Friedrich »Fritz« Hartjenstein. Dreimal wurde er für seine Taten zum Tode verurteilt. Nach neun Jahren Haft wurde er kurz vor seinem Tod begnadigt. In seiner Heimatstadt, dem niedersächsischen Peine, ist das Schicksal Hartjensteins bis heute nicht bekannt. Nur sein Großneffe Werner H. versucht seit Jahrzehnten, das dramatische Leben seines Großonkels und dessen Verstrickungen in die nationalsozialistischen Verbrechen zu erforschen.

In einer mitreißenden Reportage rekonstruiert Jürgen Gückel den einzigartigen Lebensweg des KZ-Kommandanten Friedrich Hartjenstein.

Jürgen Gückel ist Journalist. Er war fast vier Jahrzehnte als Redakteur und Korrespondent für die Zeitungen der Madsack-Gruppe, darunter Peiner Allgemeine, Hannoversche Allgemeine Zeitung und Neue Presse, tätig und arbeitete zuletzt 23 Jahre lang als Polizei- und Gerichtsreporter des Göttinger Tageblattes. Für seine Arbeiten ist er vielfach ausgezeichnet worden. Er erhielt den Konrad-Adenauer-Lokaljournalisten-Preis für seine Serie über das Wirken der Justiz, den Regino-Preis für eine Serie über die Grundrechte. Er deckte den Transplantations-Skandal am Universitäts-Klinikum Göttingen auf und wurde dafür zusammen mit Kolleginnen der Süddeutschen Zeitung und der Taz mit dem Wächterpreis des Verbandes der Deutschen Zeitungsverleger geehrt. Viermal wurde ihm der Alexander-Journalistenpreis zugesprochen, unter anderem für eine Serie und ein Buch über das Grenzdurchgangslager Friedland. Und den August-Madsack-Preis erhielt er für seine Berichte in einem spektakulären Mordfall. Er lebt heute wieder in seiner alten Heimat.


Einladung (PDF)

Vortrag "Die AfD und der Antisemitismus"
01.03.2022

Dr. Marc Grimm


Wir laden herzlich ein zum Vortrag

Dr. Marc Grimm (Uni Bielefeld)

Die AfD und der Antisemitismus

am 16. März 2022 um 19 Uhr in der Synagoge Herford, Komturstr. 21, 32052 Herford


Eintritt frei, wie bitten um Spenden

Anmeldung erforderlich unter 05221 189257 oder info@zellentrakt.de

Die dann gültigen Corona-Schutzregeln sind einzuhalten.


An den Mobilisierungskampagnen und Wahlkämpfen rechtsradikaler Parteien in Europa ließ sich in den letzten Jahren beobachten, dass der Antisemitismus hinter den Themen Islam, Einwanderung und nationale Identität zurückgetreten ist. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl rechtsradikaler Parteien und Gruppierungen, die ihre Solidarität mit Israel bekunden und sich jüdischen Organisationen als Bündnispartner im Kampf gegen den Islam empfehlen. Es blieb abzuwarten, wie die noch junge AfD auf antisemitische Vorfälle in den eigenen Reihen reagieren würde.

Der Vortrag wird zeigen, dass das Verhältnis der AfD zum Antisemitismus mittlerweile geklärt ist. Um die thematischen Schwerpunkte des Antisemitismus innerhalb der AfD zu beleuchten wird der antisemitische Gehalt der von der AfD kolportierten Gesellschaftsbilder sowie deren Vergangenheitspolitik in den Blick genommen, die vor allem von Erinnerungs- und Schuldabwehr geprägt ist. Zudem werden die positiven Bezugnahmen auf Israel und Judentum und die Gründung der Vereinigung Juden in der AfD (JAfD) in die Betrachtung einbezogen.

Marc Grimm, Dr. phil, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der AG 2 Sozialisation der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld. Forschung zu Fragen der Gedenkstättenpädagogik, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Zuletzt erschien der zusammen mit Stefan Müller herausgegebene Sammelband Bildung gegen Antisemitismus. Spannungsfelder der Aufklärung im Wochenschau Verlag.


Einladung (PDF)

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
12.01.2022

Anlässlich des

Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

laden wir herzlich ein zur Matinee mit Lesung von

Jürgen Glückel
Klassenfoto mit Massenmörder:
Das Doppelleben des Artur Wilke

am 30. Januar 2022 um 11 Uhr in das Elsbach-Haus, Goebenstraße 3-7, 32052 Herford

Eintritt frei, wie bitten um Spenden

Anmeldung erforderlich unter 05221 189257 oder info@zellentrakt.de

Die dann gültigen Corona-Schutzregeln, zurzeit Nachweis von 3G, sind einzuhalten.

 

Niedersachsen, August 1961. Der Klassenlehrer Walter Wilke wird in seiner Dorfschule aus dem Unterricht abgeholt und später in einem der ersten großen Prozesse über deutsche Verbrechen in Osteuropa verurteilt. In seinem kleinen Ort wird über die Sache nicht gesprochen. Später kehrt der Mann zurück und lebt bis zu seinem Tod 1989 zurückgezogen im Dorf. Seine Frau, mit der er über Jahre in Bigamie gelebt hatte, ist die beliebte Landärztin.

Jürgen Gückel, mehrfach ausgezeichneter Gerichtsreporter, geht einer Spur nach. Einer Geschichte, die ihn seit der Schulzeit beschäftigt, denn Walter Wilke war sein erster Lehrer. Gückel rekonstruiert einen einzigartigen Lebensweg: „Walter“ war in Wahrheit Artur Wilke, der die Identität seines gefallenen Bruders angenommen hatte. Artur selbst war studierter Theologe und Archäologe, im Dritten Reich der SS beigetreten, nachweislich an Massenerschießungen von Juden beteiligt, galt als gefürchteter Partisanen-Jäger und wurde nach dem Krieg dann – Volksschullehrer. Sein Name ist mit grauenhaften Kriegsverbrechen verbunden, doch zur Rechenschaft gezogen wurde er für seine Taten im Partisanenkampf nie.

Das Buch zeichnet nicht nur eine spektakuläre deutsche Biografie im 20. Jahrhundert nach – die Entwicklung eines Intellektuellen zum Täter und die Verneinung jeglicher persönlicher Schuld, das Wegsehen der Gesellschaft. Es zeigt auch auf, wie schwierig das Erinnern ist, wie unterschiedlich Erlebtes bewertet wird und wie schwer die Erarbeitung historischer Wahrheit letztlich ist. Auch nach der Sichtung mehrerer zehntausend Seiten Gerichtsakten und anderer Dokumente bleiben scheinbar einfache Fragen offen.

Eine wahre Geschichte über Bigamie und Theologie, Verbrechen und Vertuschung, über die deutsche Nachkriegsgesellschaft und über eine familiäre Tragödie

Jürgen Gückel ist Journalist. Er war fast vier Jahrzehnte als Redakteur und Korrespondent für die Zeitungen der Madsack-Gruppe, darunter Peiner Allgemeine, Hannoversche Allgemeine Zeitung und Neue Presse, tätig und arbeitete zuletzt 23 Jahre lang als Polizei- und Gerichtsreporter des Göttinger Tageblattes. Für seine Arbeiten ist er vielfach ausgezeichnet worden. Er erhielt den Konrad-Adenauer-Lokaljournalisten-Preis für seine Serie über das Wirken der Justiz, den Regino-Preis für eine Serie über die Grundrechte. Er deckte den Transplantations-Skandal am Universitäts-Klinikum Göttingen auf und wurde dafür zusammen mit Kolleginnen der Süddeutschen Zeitung und der Taz mit dem Wächterpreis des Verbandes der Deutschen Zeitungsverleger geehrt. Viermal wurde ihm der Alexander-Journalistenpreis zugesprochen, unter anderem für eine Serie und ein Buch über das Grenzdurchgangslager Friedland. Und den August-Madsack-Preis erhielt er für seine Berichte in einem spektakulären Mordfall. Er lebt heute wieder in seiner alten Heimat am Rande jenes Dorfes, in dem ein NS-Massenmörder zum geachteten Dorfschullehrer werden konnte.

https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/ein-halbes-jahr-klassenfoto-mit-massenmoerder


Einladung (PDF)

Gruß und Jahresrückblick der Vorsitzenden Gisela Küster
06.12.2021

Liebe Mitglieder des engen und erweiterten Vorstandes, liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V.,

das Jahr 2021 geht zur Neige. Wir begehen eine eher ruhige Adventszeit, die Pandemie bringt immer noch Sorgenfalten auf unsere Stirnen und wir hoffen mit Ihnen allen, dass bald wieder mehr Normalität in allen gesellschaftlichen Bereichen möglich werden wird - vielleicht im Frühling?

Im letzten Jahr verloren wir unsere Förderer und Unterstützer

Professor Dr. Ernst Stresemann und Ulrike Müller.

Wir gedenken, danken für die Unterstützungen unseres Vereins und der Gedenkstätte Zellentrakt und trauern mit den Angehörigen.

Mit dem Rückblick auf unsere Arbeit im letzten Jahr bedanken wir uns im Namen des Vereins bei allen, die uns in der schwierigen Pandemiezeit ideell, finanziell und personell unterstützen.

Wie in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen sind auch in der Gedenkstätte Zellentrakt die Besucherzahlen rückläufig:
2020 zählten wir 710 Besuche*innen, 2021 bislang 792.
Besonders schmerzhaft ist es, dass Schüler*innen nahezu ganz fehlten. Erst in der zweiten Dezemberhälfte werden wir – so die Beschlüsse halten – mit zwei Schüler*innengruppen in Workshops arbeiten.

Nach dem zweiten Lock-Down vom 29.10.2020 bis 29.5.2021 konnten wir vorsichtig, zunächst nur sonntags, die Gedenkstätte öffnen.


Einladung (PDF)

Die „Jeckes“
05.11.2021

Wir laden in Kooperation mit dem Regionalbüro Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. und dem Widukind-Gymnasium Enger herzlich ein zu:

Die „Jeckes“
Deutsche Juden in Israel

Vortragsabend mit Igal Avidan

Mittwoch, 17. November 2021, 19.00 Uhr
Widukind-Gymnasium Enger
Tiefenbruchstraße 22, 32130 Enger

Weitere Informationen im Flyer (PDF).

Bitte beachten Sie die notwendige verbindliche Anmeldung und die Regelung des Einlasses: Der Einlass wird nur bei Nachweis der vollständigen Corona-Impfung oder einer Genesung („2G“) gewährleistet. Jugendliche bis 18 Jahre gelten (bei Vorlage ihres Schülerausweises) als getestet. Kurzfristige Änderungen aufgrund aktueller Vorschriften sind vorbehalten.

Der Vortrags- und Gesprächsabend ist eine Kooperationsveranstaltung des Regionalbüros Westfalen der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. mit dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., der Gedenkstätte Zellentrakt Herford und dem Widukind-Gymnasium Enger.

NACHDENKEN ÜBER JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND
20.10.2021

Wir laden Sie und Ihre Freund*innen in Kooperation mit dem Städtischen Museum Herford herzlich ein zu

NACHDENKEN ÜBER JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND

Am Donnerstag, dem 28.10.2021, um 19:00 Uhr im Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall 2, 32052 Herford, Eintritt 7 € (Nachweis von 3G).

Allerorten – auch in der Gedenkstätte Zellentrakt Herford - erinnern derzeit Ausstellungen und Festakte daran, dass es seit nunmehr 1700 Jahren "Jüdisches Leben in Deutschland" gibt. Jubiläum einer ungemein reichhaltigen und ungemein schreckensreichen Historie.

Und ein guter Grund, diesem Thema auch einen Abend der Reihe "PhilosophierLust" im Daniel-Pöppelmann-Haus zu widmen. Und zwar im Gespräch mit einem besonderen Gast: Matitjahu Kellig, Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold. Kellig, hauptberuflich Künstler, genauer Musiker und Klavierprofessor, ist ein streitbarer Zeitgenosse, bezieht immer wieder vernehmbar öffentlich Stellung.

Wie wirken sich Anschläge wie der in Halle auf die Lebensgefühle jüdischgläubiger Mitbürger*innen, auf den Alltag jüdischer Gemeinden aus? Was sind Gründe für und Mittel gegen den wachsenden Rechtsruck in Deutschland? Kann Kunst, kann Denken helfen in wirren Zeiten wie der unsrigen? Diese und weitere Themen wird Matitjahu Kellig im Gespräch mit dem Publizisten Michael Girke vertiefend umkreisen.


Einladung (PDF)

Fotoimpressionen zur Gedenkfeier zum 77. Jahrestag von Heiko Ploeger
16.09.2021

Fotoimpressionen der Gedenkfeier und Kranzniederlegung zum 77. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger
am Mittwoch, 15. September 2021, Friedhof »Zum ewigen Frieden« in Herford.

Begrüßung:
Friedel Böhse, Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS

Worte des Gedenkens:
Jürgen Müller, Landrat Kreis Herford
Markus Kollmeier, Erziehungswissenschaftler und Mitarbeiter von Arbeit und Leben Bielefeld

Die Veranstaltung wurde von musikalischen Beiträgen des Herforder Gewerkschaftschors begleitet.

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Fotos: Gisela Küster

Einladung (PDF)

Fotoimpressionen Mahn- und Gedenkveranstaltung
08.07.2021

Fotoimpressionen der Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit

am Dienstag, dem 7. September 2021, am Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall, Herford

Begrüßung:
Dr. med. Wolf Müller, (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.)

Gedenkworte (auch im Namen des Kreises Herford):
Andreas Rödel (stv. Bürgermeister der Hansestadt Herford)

Kurzvorträge:
„Kinder Weggenommen-Aussortiert-Ermordet“
Helga Kohne, Dr. med. Wolf Müller

Niederlegung von Blumen und Kränzen am Mahnmal.

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Fotos: Ute Pahmeyer

Mahn- und Gedenkveranstaltung
19.08.2021

Wir laden ein zur

Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit

am Dienstag, dem 7. September 2021, um 17:00 Uhr
am Mahnmal für die Opfer des Faschismus

am Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall, Herford

Begrüßung:
Dr. med. Wolf Müller, (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.)

Gedenkworte (auch im Namen des Kreises Herford):
Andreas Rödel (stv. Bürgermeister der Hansestadt Herford)

Kurzvorträge:
„Kinder Weggenommen-Aussortiert-Ermordet“
Helga Kohne, Dr. med. Wolf Müller

Niederlegung von Blumen und Kränzen am Mahnmal.


Flyer (PDF)

Fotoimpressionen der Enthüllung der Gedenkstafel am Rathaus 02.08.2021
04.08.2021

Fotoimpressionen der Enthüllung der Gedenkstafel am Rathaus 02.08.2021

Nach der Begrüßung durch Tim Kähler (Bürgermeister der Hansestadt Herford) folgten Grußworte von Stefan Schwartze, MdB und von Oswald Marschall (SintiRoma Minden, für den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma). Nach der Enthüllung der Tafel gab Gisela Küster (Vorsitzende des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V.) einen kurzen Einblick in die Schicksale der Sinti und Roma in Herford.

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Fotos: Ute Pahmeyer

Redebeitrag von Gisela Küster (PDF)

Enthüllung/Einweihung der Gedenktafel
an die Verfolgung der Sinti und Roma
02.08.2021

Gedenktafel


Wir laden herzlich ein:

Am 2. August wird um 10:30 am Herforder Rathaus die Gedenktafel zur Erinnerung an die Verfolgung der Herforder Sinti und Roma der Öffentlichkeit übergeben. Sie befindet sich am Sockel des Rathauses links neben der Haupttreppe.

Nach der Begrüßung durch Tim Kähler (Bürgermeister) folgen Grußworte von Stefan Schwartze, MdB und von Oswald Marschall (SintiRoma Minden, für Zentralrat Deutscher Sinti und Roma). Nach der Übergabe des Tafel gibt Gisela Küster (Vorsitzende des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V.) einen kurzen Einblick in die Schicksale der Sinti und Roma in Herford. Untermalt wird die Veranstaltung durch Musik von Django Reinhardt.

Der Tafeltext unter den Worten "Deutschland war für mich immer Heimat, bedeutete aber auch immer Angst" des Herforder Sinto Alfred Lessing, der seine Kindheit in Herford verbrachte, lautet:

"Hier im Herforder Rathaus befand sich zur Zeit des Nationalsozialismus in Zimmer 23 das Jugendamt der Stadt Herford. Es observierte Familien der Sinti und Roma und half aktiv bei deren Verfolgung in Herford. Die dafür zuständige Fürsorgerin Helene Rollmann betrieb die Trennung der Kinder mehrerer Herforder Sinti-Familien vom Elternhaus und erlaubte unter anderem Zwangssterilisationen. Das Jugendamt unterstützte auch die Untersuchungen der Rassenhygienischen Forschungsstelle des Reichsgesundheitsamts unter Dr. Robert Ritter in Berlin, in denen die Kinder als "Zigeuner" klassifiziert wurden. Roma und Sinti - im Volksmund als "Zigeuner" bezeichnet - leben seit einigen hundert Jahren in Herford. In den Jahren 1933 bis 1945 unterlagen sie besonderer Verfolgung. Betroffen waren hier etwa 17 Familien. Mindestens zehn Sinti und Roma aus Herford wurden in den KZs ermordet. Eine Entschädigung wurde ihnen nach 1945 mit der Begründung, dass sie nicht aus rassistischen, sondern aus asozialen Gründen diskriminiert worden waren, verweigert."

Über einen QR-Code können weitere Informationen abgerufen werden.

Einladung zum Netzwerktreffen gegen rechts
31.05.2021

Liebe Engagierte gegen Rassismus und Rechts im Kreis Herford,

hiermit möchten wir Euch zu unserem nächsten kreisweiten Netzwerktreffen am 9. Juni 2021 um 19 Uhr einladen, welches wieder online stattfinden wird.

Für das Treffen haben wir einen thematischen Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit Antisemitismus gelegt und freuen uns, dass Kolleg*innen von ADIRA aus Dortmund einen kleinen Input geben und ihre Arbeit vorstellen werden.

ADIRA ist eine Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Dortmund und berät in Fällen von Diskriminierung mit dem Schwerpunkt Antisemitismus. Auch für den Kreis Herford ist ADIRA ansprechbar und unterstützt Betroffene von antisemitischer Diskriminierung.
Informationen findet ihr auf der Seite: https://adira-nrw.de

Im Rahmen des Netzwerktreffens möchten wir gemeinsam über die verschiedenen Formen und Auswirkungen von Antisemitismus sprechen sowie Gegenstrategien diskutieren.

Es freut uns, dass wir zu diesem Netzwerktreffen mit verschiedenen Kooperationspartner*innen einladen. Dazu zählt die Jüdische Gemeinde Herford-Detmold, das „Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken“, die aktuell eine Ausstellung „Eva, Simon und die Anderen, Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford“ im Rahmen der bundesweiten Kampagne „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ im Zellentrakt zeigt, sowie die beiden Servicestellen Antidiskriminierungsarbeit des DRK und der Diakonie in Herford.

Mit ihnen gemeinsam wollen wir über aktuelle Projekte und Ideen vor Ort ins Gespräch kommen.

Unter folgendem Link könnt ihr euch für das Netzwerktreffen anmelden:
https://www.gegenrechts.info/anmeldung.html

Desweiteren möchten wir euch auf zwei Anhänge hinweisen:
Zum einem findet ihr eine kleine Terminübersicht des Themenschwerpunkte "Koloniale Spuren im Kreis Herford" zum anderen möchten wir auf einen Workshop der Stätte der Begegnung Vlotho aufmerksam machen, der am 19.-20.06.2021 online stattfindet. Titel ist "Erinnern für die Zukunft -Fortbildung für Akteure und Interessierte der politischen Bildung / Gedenkstättenpädagogik".

Viele Grüße
Sabine und Sebastian für die Fachstelle NRWeltoffen

Fachstelle NRWeltoffen:
Lokales Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus im Kreis Herford

www.gegenrechts.info
instagram: @gegenrechts_imkreisherford
Arbeit und Leben DGB/VHS im Kreis Herford Kreishausstr. 6
32051 Herford


Flyer (PDF)

Zum Gedenken an den Tag der Bücherverbrennung
11.05.2021

Vicky Baum, Portrait, um 1930 von Emil Stumpp


Zum Gedenken an den Tag der Bücherverbrennung
am 10. Mai 1933

Lesung am 27. Mai 2021

Für die Würde und die Freiheit des Geistes. Am 10. Mai 1933 war der Tag der Bücherverbrennung. Mehr als 250 Autoren und Autorinnen wurden ab diesem Zeitpunkt vom nationalsozialistischen Regime ausgegrenzt, verboten, zur Emigration gezwungen oder teilweise bis zum Tode drangsaliert. Eine dieser Autorinnen war die Jüdin Vicki Baum, die mit ihrem Mann, dem jüdischen Dirigenten Richard Lert, zur Emigration gezwungen wurde.

Im Gegensatz zu vielen anderen Autorinnen war Vicki Baum in der Welt bereits sehr bekannt. Ihr Roman "Menschen im Hotel" war bereits mit Joan Crawford und Greta Garbo verfilmt worden. Sie war die meistgelesene Autorin der Weimarer Republik und musste keine Not leiden.

Aus Anlass des Gedenktages zum 10. Mai wird Dirk Strehl ihre Novelle "Jape im Warenhaus" lesen, eine Geschichte die 1928 in einer Zeitschrift und 1931 erstmals in Buchform erschienen ist. Eine dramatische Geschichte, die auch heute noch sehr aktuell ist.

Die Online-Lesung findet am 27. Mai 2021 um 19:00 Uhr statt und wird auf YouTube zu sehen sein. Eine Veranstaltung des Literaturkreises "Haus unter den Linden" unter der Leitung von Karin Terberger und des Kuratoriums Erinnern, Forschen, Gedenken e.V..

Zum Zeitpunkt der Veranstaltung einfach diesem Link folgen: https://youtu.be/Wqbd_8yZn-g


Flyer (PDF)

Aktion zum Tag des Gedenkens
02.02.2021

Aktion zum Tag des Gedenkens

Am Tag des Gedenkens für die Opfer des Nationalsozialimus haben einige Mitglieder des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V. an den Zaun der Herforder Synagoge Texte, Bildmaterial und Blumen angebracht.

Mit der Mahnung „Nie wieder Auschwitz“ und der Aufforderung „Ihr sollt die Liebe ausgraben unter den Trümmern des Hasses“ warnten sie vor allem gegen den aktuell wieder zunehmenden Antsemitismus.

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Fotos: Jürgen Escher

Fotoimpressionen "Mahn- und Gedenkveranstaltung"
07.09.2020

Fotoimpressionen der
Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit
am Donnerstag, dem 3. September 2020, um 17:30 Uhr
am Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall, Herford

Begrüßung: Dr. med. Wolf Müller, (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken)
Gedenkworte (auch im Namen der Stadt Herford): Jürgen Müller (Landrat des Kreises Herford)
Vortrag der Projektgruppe Ravensbrück: Jutta Dudek "Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern"

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Fotos: Ute Pahmeyer

Trauer um Prof. Dr. Ernst Stresemann
11.01.2021

Ernst Stresemann bei der Gedenkfeier am 27. Januar 2011

Fotos: Ute Pahmeyer


Pressemitteilung

Trauer um Prof. Dr. Ernst Stresemann

Das Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V., Herford, trauert um sein langjähriges Vorstandsmitglied und seinen großen Förderer Prof. Dr. Ernst Stresemann, der 96jährig am 1. Januar 2021 in Bad Salzuflen verstorben ist. Er war ein besonderer Mensch, der die Idee des Gedenkens an die Opfer des Holocaust mit wahrhaftiger Überzeugung mitgetragen und gelebt hat. Auf einer Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 2011 sagte er: „Wer das Grauen selbst erlebt hat, den lässt es nicht mehr los.“

Prof. Dr. Stresemann war seit den Anfängen des Vereins „Kulturen in der Region“ im Vorstand und als Förderer tätig. Zusammen mit den Gründungsmitgliedern kämpfte er solidarisch für die Umwidmung des Zellentrakts in eine Gedenkstätte, um hier einen dringend notwendigen Ort der Begegnung und Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und das Leid von 6 Millionen Juden und anderer Verfolgter in Herford zu begründen. Er förderte Ausstellungen ideell durch gute Ratschläge, durch langjährige Vorstandsarbeit und durch großzügige finanzielle Unterstützung. Ebenso unterstützte er materiell und ideell Initiativen, die zum Neubau der symbolträchtigen Herforder Synagoge geführt haben.

Auf der Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2011 in der kleinen Markthalle Herford beeindruckte er die Zuhörer mit seinen Gedanken zur Befreiung von Auschwitz:

„Wo warst du Gott, als wir dich suchten?
Wo warst du, als wir nach dir schrieen?
Wo warst du Himmelsrichter, als sie in unsere Häuser drangen?
und endete mit der schwierigen Frage „was sollen wir lernen?“

Die Gedenkstätte Zellentrakt und die Arbeit im Verein Erinnern Forschen Gedenken sind eng mit dem Engagement des Verstorbenen, Herrn Prof. Dr. Ernst Stresemann, verbunden. Er hat bleibende Spuren in Herford und Umgebung hinterlassen.


Presseberichte

Stolpersteine für Herford - vorläufiger Abschluss der Aktion
09.05.2011

Gunter Demnig übergibt Bürgermeister Bruno Wollbrink symbolisch die letzten Stolpersteine für Herford – Bürgermeister Bruno Wollbrink: "Gedenken muss in der jungen Generation lebendig erhalten werden"

Herford, 5.5. 2011. Der Initiator des Gedenkprojektes Stolpersteine, Gunter Demnig hat Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink die vorerst letzten 47 Stolpersteine für Herford symbolisch überreicht. Anschließend begann der Kölner Künstler mit der Verlegung der Steine. Dabei setzte er nicht nur Steine für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern auch für Mitglieder anderer Opergruppen. Dazu zählen politisch und religiös Verfolgte, Kriegsdienstverweigerer und "Deserteure" sowie Euthanasieopfer aus Herford.

Damit ist die Verlegung von Stolpersteinen in Herford nach 2 ½ Jahren Dauer vorerst abgeschlossen. Im Dezember 2008 hatte der Stadtrat der Umsetzung des Gedenkprojekts in Herford zugestimmt. Insgesamt 123 Personen wurde durch die Stolpersteine gedacht, die alle privat finanziert wurden.

"Mein erster Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, die in so kurzer Zeit die Umsetzung dieses Projekt ermöglicht haben", erklärte Bürgermeister Bruno Wollbrink. Diese Anerkennung gelte im gleichen Maße dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken, dessen organisatorische Hilfe unverzichtbar gewesen sei. "Mit den Stolpersteinen haben wir nun eine bleibende und unübersehbare materielle Erinnerung in den Bürgersteigen unserer Stadt verankert. Das ist gut so. Es bleibt uns aber weiterhin die Aufgabe, das Gedenken insbesondere in der jungen Generation lebendig zu erhalten."

Zustimmung fand das Stadtoberhaupt bei Wolfgang Spanier, dem Vorsitzenden des Kuratoriums. Das Kuratorium plane daher die Herausgebe eines Gedenkbuches unter dem Titel "Jeder Name eine Geschichte" mit Texten zu allen Stolpersteinen. Dabei sollen die Patinnen und Paten der einzelnen Steine mit einbezogen werden. "Wir freuen uns aber über jeden und jede insbesondere aus der jüngeren Generation, die einen Beitrag zum Gelingen des Werkes beitragen wollen". Zur Koordination des geplanten Buches findet am 10. Juli um 16 Uhr ein erstes Treffen in der Gedenkstätte Zellentrakt statt.

Zugleich dankte Wolfgang Spanier auch der Stadtverwaltung für ihr Engagement. Insbesondere das Bürgermeisterbüro sei als erster Ansprechpartner und koordinierende Hand im Hintergrund eine wichtige Hilfe gewesen. Gemeinsam mit der Stadt sei man auch weiterhin bereit weitere Stolpersteine zu setzen. "Sollten weitere Opfer bekannt werden, für die eine Verbindung nach Herford nachweisbar sind, steht das Kuratorium als Ansprechpartner zur Verfügung."

Fotoimpressionen von der Verlegung und dem Rathausplatz

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Fotos: Ute Pahmeyer


Presseberichte

Abgeschlossene Ausstellungen und Projekte

Informationen und Materialien zu abgeschlossenen Ausstellungen und Projekten finden SIe jeweils unter Archiv, Materialien und Presseberichte.

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