w

AKTUELLES KURATORIUM

Trauer um Prof. Dr. Ernst Stresemann
11.01.2021

Ernst Stresemann bei der Gedenkfeier am 27. Januar 2011

Fotos: Ute Pahmeyer


Pressemitteilung

Trauer um Prof. Dr. Ernst Stresemann

Das Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V., Herford, trauert um sein langjähriges Vorstandsmitglied und seinen großen Förderer Prof. Dr. Ernst Stresemann, der 96jährig am 1. Januar 2021 in Bad Salzuflen verstorben ist. Er war ein besonderer Mensch, der die Idee des Gedenkens an die Opfer des Holocaust mit wahrhaftiger Überzeugung mitgetragen und gelebt hat. Auf einer Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 2011 sagte er: „Wer das Grauen selbst erlebt hat, den lässt es nicht mehr los.“

Prof. Dr. Stresemann war seit den Anfängen des Vereins „Kulturen in der Region“ im Vorstand und als Förderer tätig. Zusammen mit den Gründungsmitgliedern kämpfte er solidarisch für die Umwidmung des Zellentrakts in eine Gedenkstätte, um hier einen dringend notwendigen Ort der Begegnung und Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und das Leid von 6 Millionen Juden und anderer Verfolgter in Herford zu begründen. Er förderte Ausstellungen ideell durch gute Ratschläge, durch langjährige Vorstandsarbeit und durch großzügige finanzielle Unterstützung. Ebenso unterstützte er materiell und ideell Initiativen, die zum Neubau der symbolträchtigen Herforder Synagoge geführt haben.

Auf der Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2011 in der kleinen Markthalle Herford beeindruckte er die Zuhörer mit seinen Gedanken zur Befreiung von Auschwitz:

„Wo warst du Gott, als wir dich suchten?
Wo warst du, als wir nach dir schrieen?
Wo warst du Himmelsrichter, als sie in unsere Häuser drangen?
und endete mit der schwierigen Frage „was sollen wir lernen?“

Die Gedenkstätte Zellentrakt und die Arbeit im Verein Erinnern Forschen Gedenken sind eng mit dem Engagement des Verstorbenen, Herrn Prof. Dr. Ernst Stresemann, verbunden. Er hat bleibende Spuren in Herford und Umgebung hinterlassen.


Presseberichte

Gruß und Jahresrückblick 2020 der Vorsitzenden Gisela Küster
18.12.2020

Liebe Mitglieder und Freunde des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V.,

das Jahr 2020 geht zuende und der Zellentrakt bleibt weiterhin aufgrund der aktuellen Corona- Schutzverordnung von Bund und Land NRW bis mindestens 10. Januar 2021 geschlossen.

Leider konnten wir die reguläre Mitgliederversammlung, die üblicherweise im Herbst hätte stattfinden müssen, in diesem Jahr nicht abhalten. Wir haben uns auf Grund der Pandemie-Lage entschlossen, die Sitzung auf das nächste Jahr zu verschieben.

Wir bedanken uns im Namen des Vereins bei allen, die uns in dieser schwierigen Lage ideell und finanziell durch die Mitgliedschaft unterstützen.


Hier ein kurzer Überblick über das vergangene Jahr:

Im Jahr 2019 zählten wir 3.347 Besucher*innen, davon 1.021 Schüler*innen. Davon sind wir in 2020 leider aus bekannten Gründen weit entfernt. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor.

Die Ausstellung "Aktion Reinhardt - Sie kamen ins Ghetto und gingen ins Unbekannte", verbunden mit "a place of murder and the sky is blue“ von Raphaela Kula, eröffnet am 12.3.2020, haben wir aufgrund des ersten Lock-Downs bis November verlängert.

Die Ausstellung des US Holocaust Memorial Museums "Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand" wurde zusätzlich ab dem 2. Oktober 2020 in den Räumen der Gedenkstätte gezeigt. Beide Ausstellungen wurden mittlerweile abgebaut.

Einige Veranstaltungen fanden nach Plan statt. Andere mussten ausfallen. Einige Veranstaltungen, die im ersten Lock-Down ausfallen mussten, wurden nach den Sommerferien durchgeführt:

In Kooperation mit NRWeltoffen konnten wir am 17.1. in der Gesamtschule ein Konzert mit Esther Bejerano und Microphone Mafia hören.

Ebenfalls in der Gesamtschule Friedenstal wurde mit einer beeindruckenden Gedenkfeier anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee gedacht. Die Performance erarbeitete Claudine Bredt mit den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Friedenstal.

Am 27.1. besuchte die Grünen-Landtagsabgeordnete Wibke Brems die Gedenkstätte in Herford.

Am 7.2. fand als Begleitveranstaltung zur Ausstellung eine Lesung von Steffen Haenschen über das Buch zum ehemaligen Transitghetto Izbica statt.

Die Dauerausstellung zur Familien- und Firmengeschichte der Elsbachs in der ersten Etage des Elsbach-Hauses ist am 12.3.2020 mit dem speziell für die Ausstellung angefertigten Logo komplettiert worden.

Raphaela Kula führte am 17.3.2020 als Künstlerin durch die Ausstellung "Aktion Reinhardt".

Die Lesung mit Barbara Honigmann, geplant für den 26. März im Elsbach Haus, musste leider ausfallen.

Nach dem ersten Lock-Down ab 16.3.2020 haben wir die Gedenkstätte ab 17. Mai zunächst nur sonntags geöffnet.

In den Sommerferien konnte das Projekt "My History Map", organisiert vom Haus Neuland, im Zellentrakt durchgeführt worden. Jugendliche haben in der Gedenkstätte kleine Filmsequenzen erstellt, die auch im Fernsehen gezeigt wurden. Der Link zu den Filmen befindet sich auf unserer homepage.

Ein kleiner Film über die Gedenkstätte wurde auf der städtischen Internetseite veröffentlicht. Er befindet sich heute auch auf unserer Internetseite.

Zum 76. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger fand eine Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof zum ewigen Frieden statt.

An der digitalen Ausstellung der NS-Gedenkstätten "Mehr als man kennt-näher als man denkt. Objektgeschichten aus Gedenkstätten in NRW" ist das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V. mit Fotos von authentischen Einritzungen an den Zellentüren beteiligt, siehe:https://www.politischebildung. nrw.de/wir-partner/erinnerungskultur/

Am 3. und 4.9.2020 fand je ein Zeitzeugengespräch mit Rozette Kats aus den Niederlanden im Ravensberger Gymnasium und in der Gedenkstätte Zellentrakt über Zoom statt. Trotz der räumlichen Distanz war eine hohe emotionale Nähe spürbar. Es handelte sich um eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Aktion Reinhardt". Das Einführungsvideo dazu finden Sie auf unserer Homepage.

Am Mahnmal für die Opfer des Faschismus vor dem Daniel Pöppelmann Haus hat das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V. am 3.9.2020 mit Herforder Bürger*innen den Opfern des Faschismus gedacht. Schwerpunkt war das Thema "Sexzwangsarbeit".

Am 25. September 2020 fand in der Gedenkstätte Zellentrakt eine musikalische Lesung zum Gedenken an die Opfer der Deportation statt. Sie wurde aufgenommen und steht auf unserer Homepage sowie auf Instagram und Twitter zum Nachhören zur Verfügung.

Der Vortrag zur "Sex-Zwangsarbeit" am 8.10.2020, durchgeführt von der Projektgruppe Ravensbrück, Bielefeld, veranstaltet von der Fachstelle NRWeltoffen in Kooperation mit dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., fand in der Markthalle statt.

Die Verlegung eines Stolpersteins für Robert Grünewald an der Kirchgasse 4 auf Initiative des Elisabeth-von-der-Pfalz Berufskollegs wurde unter Beteiligung des Kuratoriums vorgenommen.

Die Aufführung des Theaters Odos "Satire über rechte Verschwörungstheorien - 'der letzte Germane und das Schlafschaf'" , geplant für November 2020, haben wir auf das nächste Jahr verschoben.

Das für den 7. November geplante Konzert mit "Valeriya Shishkova und Di Vanderer soll ebenfalls im nächsten Jahr nachgeholt werden.

Statt der geplanten Veranstaltung am 9. November rief das Kuratorium dazu auf, individuell mit Texten und Blumen an der Synagoge der Reichspogromnacht zu gedenken.

Die für den 22.11.2020 geplante Finnissage mit Vortrag von Steffen Hänschen musste leider abgesagt werden.

Seit Anfang November finden Sie den Zellentrakt bei Instagram und Twitter mit wöchentlichen Einträgen. Wir konnten die Studentin Clara Magdalena Schmitt und den Studenten Niklas Gohrbandt gewinnen, diese Einträge vorzunehmen.


Der Zellentrakt bleibt nun mindestens bis zum 10. Januar geschlossen - aber wir planen weiter.

Im Kiosk 24, Radewigerstr. zeigen wir ab 22.12.2020 ein Zeitungsprojekt mit dem Titel "Demokratie als Feind - das völkische Westfalen". Die Schaufensterinstallation informiert über die Frühgeschichte der Herforder NSDAP. Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Förderverein der Villa ten Hompel e.V., dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V., dem Kommunalarchiv Herford, der Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus OWL/Regierungsbezirk Detmold (MBR OWL). Wir danken Susanne Albrecht vom Kiosk 24 für die Bereitstellung ihrer Fenster.

Für den Gedenktag am 27.1.2021 ist eine musikalische Lesung in der Synagoge geplant.

Die Eröffnung der Ausstellung "Eva, Simon und die Anderen" – Jüdische Geschichte und Kultur im Raum Herford, erstellt von Elke Brunegraf und Christoph Laue, ist für den 27.2.2021 geplant. Diese Ausstellung wird im Rahmen des Gedenkjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und in Anknüpfung an die bereits 1988 gezeigte Ausstellung "700 Jahre Juden in Herford" konzipiert.

Im Rahmen des Gedenkjahres "1700 Jahre jüdisches Leben" sind diverse Veranstaltungen als Begleitveranstaltungen mit Kooperationspartnern aus der Region geplant.

Die für November geplante Ausstellung: "1915-2015. Armenische Architektur und Genozid - Eine Ausstellung der Deutsch-Armenischen Gesellschaft" wird voraussichtlich im April außerhalb des Zellentrakts gezeigt werden.

Ein Schild, das zum Gedenken an die nationalsozialistischen Verbrechen an Sinti und Roma in Herford erinnern soll, ist in Arbeit.

Soweit der Überblick über das vergangene Jahr.

Im Namen des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken wünsche ich Ihnen allen ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest. Bleiben Sie umsichtig und offen zugleich für die kleinen Freuden des Alltags und sehnen Sie mit uns ein Ende der kontaktarmen Zeit herbei.

In diesem Sinne ein wirklich gutes und vor allem gesundes Neues Jahr 2021.

Herzlichst

Gisela Küster

ABGESAGT! Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht
06.10.2020

Gertrud Kolmar / Walter Benjamin


Liebe Mitglieder und Freunde des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V.,

aufgrund der neuen Corona-Schutzverordnung von Bund und Land NRW müssen wir die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Herford leider absagen.

Gerade nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle vor einem Jahr und den zunehmenden antisemitischen Angriffen, die auch in NRW für die Synagogen verschärfte Sicherheitsbedingungen zur Folge haben, wäre ein Gedenken in der Synagoge ein wichtiges Zeichen der Solidarität gewesen.

Anstelle des gemeinsamen Gedenkens würden wir uns wünschen, dass Sie am Zaun der Herforder Synagoge zum 9. November eine Rose, einen Text oder ein anderes Zeichen Ihres persönlichen Gedenkens anbringen würden. So können wir gemeinsam ein Zeichen setzen!

Zur Erinnerung an die damaligen Geschehnisse senden wir Ihnen – auch zum Einsatz für Bildungsarbeit – anbei eine Materialsammlung.

Nicht zu vergessen ist dabei, dass das angeordnete Pogrom am 9. November 1938 zugleich der Beginn der weiter verschärften Maßnahmen war, die schließlich im Massenmord an den europäischen Juden mündeten.

 

"Wenn ich tot bin, wird mein Name schweben eine kleine Weile ob der Welt... "
(Gertrud Kolmar, aus „Die Sinnende“)

Im Rahmen der
Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht
erinnern wir an die Dichterin Gertrud Kolmar, ihren Cousin, den Philosophen Walter Benjamin und die Herforder Opfer des Holocaust

am Montag, dem 9. November 2020 um 19:00 Uhr
in der Synagoge Herford
Komturstr. 21
32052 Herford

Gedenkworte
Prof. Matitjahu Kellig (Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold)
Tim Kähler (Bürgermeister der Stadt Herford)
Gisela Küster (Vorsitzende des Kuratoriums)

Renée Claudine Bredt, Helga Kohne und Michael Girke
geben einen Einblick in Leben, Denken, Handeln und das literarische Werk Gertrud Kolmars und Walter Benjamins

Musik: Bettina Lupp, Harfe

Wir bitten wegen beschränkter Teilnehmer*innenzahl um Anmeldung unter: 05221 189257 oder info@zellentrakt.de und um Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienebedingungen.


Wir danken der jüdischen Gemeinde Herford–Detmold für die Bereitstellung des Raumes.

Flyer (PDF)

ABGESAGT! - Mir gejen zusamen
06.10.2020


Leider müssen wir das Konzert aufgrund der aktuellen Situation absagen!

Es wird im kommenden Jahr nachgeholt!

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein:

Mir gejen zusamen
VALERIYA SHISHKOVA & „Di Vanderer“.
Jiddische Lieder & Klezmer

Samstag 7. November 2020, 19.00 Uhr
Synagoge Herford
Komturstr. 21

32052 Herford
Eintritt frei (eine Spende wird erbeten)

Wir bitten wegen beschränkter Teilnehmer*innenzahl um Anmeldung unter:
05221 189257 oder info@zellentrakt.de und um Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienebedingungen.


Valeriya Shishkova gilt als eine der deutschlandweit überzeugendsten Interpretin jiddischer Lieder. Die zahlreichen Konzertgastspiele von Bremen bis München brachten ihr in den vergangenen Jahren große Anerkennung in Deutschland, aber auch in der internationalen Szene: sie ist Preisträgerin bei 3. International Jewish Music Competition in Amsterdam. Und das liegt an der besonderen Persönlichkeit der Sängerin, die Wärme, Empathie und innige Anteilnahme zu verschenken weiß.

Für dieses Programm hat Shishkova, die seit 2003 das Publikum mit jiddischen Liedern begeistert, wieder die Lieder ausgewählt, die sie selbst emotional berühren. Und weil ihre eigenen Interpretationen so ganz auf den persönlichen Charakter der Lieder aufbauen, strahlen sie auch eine so berührende Emotionalität aus. Mit ihrer schönen, wandlungsfähigen Stimme und durch ihre so persönliche, Art zu singen, teilt Shishkova ihre reiche Gefühlswelt und Freundlichkeit, den großen Reichtum ihrer Seele mit ihrem Publikum. Die beiden Instrumente von „Di Vanderer“– Klavier und Klarinette – mit ihrem Naturklang verstärken und unterstützen ihren Auftritt.

In Ihrem fröhlichem, gefühlstarkem Konzertprogramm setzen sie die Suche nach Neuem in schon vergessenem Altem fort, in Lieder der vergangenen Jahrhunderte finden sie Parallel zu heutigem Tag und in moderner jiddischen Kultur – Vertiefung und Entwicklung der osteuropäischen jüdischen Traditionen, in denen Lebensfreude und Humor, ungekünstelte Offenbarung und helle Melancholie so dicht beieinander liegen. Zu ihrem Repertoire gehören auch eigene Kompositionen nach Gedichten moderner jüdischen Autoren.

VALERIYA SHISHKOVA Gesang
SERGEY TREMBITSKIY Klavier, Flöte
GENNADIY NEPOMNJASCHIY Klarinette

Veranstalter:
Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken e.V.
in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.,
der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold
und der
evangelischen Erwachsenenarbeit im Kirchenkreis Herford.

Flyer (PDF)

Fotoimpressionen Gedenkfeier und Kranzniederlegung
17.09.2020

Fotoimpressionen der
Gedenkfeier und Kranzniederlegung zum 76. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger
am Dienstag, den 15. September 2020 Friedhof »Zum ewigen Frieden«, Herford

Eine Veranstaltung von Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS, DGB Kreisverband Herford und Kuratorium Erinnern, Forschen, Gedenken

Begrüßung:
Friedel Böhse, Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS

Worte des Gedenkens:
Tim Kähler, Bürgermeister Stadt Herford
Dieter Begemann, Historiker und ehemaliger Stadtarchivar
Herforder Gewerkschaftschor

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Presseberichte

Fotoimpressionen "Mahn- und Gedenkveranstaltung"
07.09.2020

Fotoimpressionen der
Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit
am Donnerstag, dem 3. September 2020, um 17:30 Uhr
am Mahnmal für die Opfer des Faschismus am Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall, Herford

Begrüßung: Dr. med. Wolf Müller, (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken)
Gedenkworte (auch im Namen der Stadt Herford): Jürgen Müller (Landrat des Kreises Herford)
Vortrag der Projektgruppe Ravensbrück: Jutta Dudek "Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern"

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Einladung zur Gedenkfeier zum 76. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger
24.08.2020

Einladung zur Gedenkfeier und Kranzniederlegung zum 76. Jahrestag der Hinrichtung von Heiko Ploeger

am Dienstag, den 15. September 2020
Treffpunkt: 16.45 Uhr, Haupteingang Friedhof »Zum ewigen Frieden«, Herford

Eine Veranstaltung von Arbeit und Leben im Kreis Herford DGB/VHS, DGB Kreisverband Herford und Kuratorium Erinnern, Forschen, Gedenken

Einladung (PDF)
Gedenkfeier (PDF)

Mahn- und Gedenkveranstaltung
04.08.2020

Wir laden ein zur

Mahn- und Gedenkveranstaltung für die Opfer von Patientenmord und Zwangssterilisation in der NS-Zeit

am Donnerstag, dem 3. September 2020, um 17:30 Uhr
am Mahnmal für die Opfer des Faschismus
am Daniel-Pöppelmann-Haus, Deichtorwall, Herford

Begrüßung: Dr. med. Wolf Müller, (Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken)
Gedenkworte (auch im Namen der Stadt Herford): Jürgen Müller (BLandrat des Kreises Herford)
Vortrag der Projektgruppe Ravensbrück: Jutta Dudek "Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern"

Niederlegung von Blumen und Kränzen am Mahnmal. .

Flyer (PDF)

Fotoimpressionen "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"
28.01.2020

Fotoimpressionen der Gedenkveranstaltung zum
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar 2020 in der Gesamtschule Friedenstal Herford

... dann habt ihr ein Grab in den Wolken, da liegt man nicht eng... (Paul Celan) - Kinder im Holocaust

Gisela Küster - Vorsitzende des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken e.V.
Begrüßung: Frank Braksiek - Schulleiter GSF
Gedenkworte: Tim Kähler - Bürgermeister der Stadt Herford

Text- und Bildcollage
mit Nadine Deutsch, Nürhat Ekinci, Mustafa Mazreku, Jan Niehage, Mariam Nourestani, Alex Georg Schwatz, Büsra Özbek (Schüler*innen der Jahrgangsstufe 11), unter Leitung von Michael Römer (GSF) und Renée Claudine Bredt (Kuratorium)

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer

Stolpersteine für Herford - vorläufiger Abschluss der Aktion
09.05.2011

Gunter Demnig übergibt Bürgermeister Bruno Wollbrink symbolisch die letzten Stolpersteine für Herford – Bürgermeister Bruno Wollbrink: "Gedenken muss in der jungen Generation lebendig erhalten werden"

Herford, 5.5. 2011. Der Initiator des Gedenkprojektes Stolpersteine, Gunter Demnig hat Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink die vorerst letzten 47 Stolpersteine für Herford symbolisch überreicht. Anschließend begann der Kölner Künstler mit der Verlegung der Steine. Dabei setzte er nicht nur Steine für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern auch für Mitglieder anderer Opergruppen. Dazu zählen politisch und religiös Verfolgte, Kriegsdienstverweigerer und "Deserteure" sowie Euthanasieopfer aus Herford.

Damit ist die Verlegung von Stolpersteinen in Herford nach 2 ½ Jahren Dauer vorerst abgeschlossen. Im Dezember 2008 hatte der Stadtrat der Umsetzung des Gedenkprojekts in Herford zugestimmt. Insgesamt 123 Personen wurde durch die Stolpersteine gedacht, die alle privat finanziert wurden.

"Mein erster Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, die in so kurzer Zeit die Umsetzung dieses Projekt ermöglicht haben", erklärte Bürgermeister Bruno Wollbrink. Diese Anerkennung gelte im gleichen Maße dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken, dessen organisatorische Hilfe unverzichtbar gewesen sei. "Mit den Stolpersteinen haben wir nun eine bleibende und unübersehbare materielle Erinnerung in den Bürgersteigen unserer Stadt verankert. Das ist gut so. Es bleibt uns aber weiterhin die Aufgabe, das Gedenken insbesondere in der jungen Generation lebendig zu erhalten."

Zustimmung fand das Stadtoberhaupt bei Wolfgang Spanier, dem Vorsitzenden des Kuratoriums. Das Kuratorium plane daher die Herausgebe eines Gedenkbuches unter dem Titel "Jeder Name eine Geschichte" mit Texten zu allen Stolpersteinen. Dabei sollen die Patinnen und Paten der einzelnen Steine mit einbezogen werden. "Wir freuen uns aber über jeden und jede insbesondere aus der jüngeren Generation, die einen Beitrag zum Gelingen des Werkes beitragen wollen". Zur Koordination des geplanten Buches findet am 10. Juli um 16 Uhr ein erstes Treffen in der Gedenkstätte Zellentrakt statt.

Zugleich dankte Wolfgang Spanier auch der Stadtverwaltung für ihr Engagement. Insbesondere das Bürgermeisterbüro sei als erster Ansprechpartner und koordinierende Hand im Hintergrund eine wichtige Hilfe gewesen. Gemeinsam mit der Stadt sei man auch weiterhin bereit weitere Stolpersteine zu setzen. "Sollten weitere Opfer bekannt werden, für die eine Verbindung nach Herford nachweisbar sind, steht das Kuratorium als Ansprechpartner zur Verfügung."

Fotoimpressionen von der Verlegung und dem Rathausplatz

Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen Impressionen

Fotos: Ute Pahmeyer


Presseberichte

Abgeschlossene Ausstellungen und Projekte

Informationen und Materialien zu abgeschlossenen Ausstellungen und Projekten finden SIe jeweils unter Archiv, Materialien und Presseberichte.

© 2005 - 2018  |  Kuratorium  |  Rathausplatz 1  |  D-32052 Herford  |  Telefon: 0 52 21 / 18 92 57  |  E-Mail: info@zellentrakt.de