AKTUELLES KURATORIUM

Rückblick: Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung des KZ Auschwitz
02.02.2012

Am 27. Januar 2012 fand in der Synagoge Herford, Komturstraße die gut besuchte Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung des KZ Auschwitz "Die arme Tante Dora" statt.

Gedenkworte:
Wolfgang Spanier

Vortrag von Dr. Will Feld (Herford) zum Schicksal von Dora Marcus, geb. Weingarten, aus Herford

Lesung:
Renée Claudine Bredt


Verlesenes Gedicht "Wir Geretteten" (PDF)
Vortrag "Die arme Tante Dora" (PDF)

Fotoimpressionen

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Fotos: Ute Pahmeyer


Presseberichte

Rückblick auf die Gedenkveranstaltung zum 09.11.2011
11.11.2011

Am 9.11.2011 fand unter großer Beteiligung die Gedenk-Veranstaltung an die Reichpogromnacht in Herford statt.

Gedenkworte:
Bruno Wollbrink, Bürgermeister der Stadt Herford
Harry Rothe, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold
Wolfgang Spanier, Vorsitzender des Kuratoriums

Lesung:
Renée Claudine Bredt

Diese Toten
Im Gedenken an die Nacht der Judenverfolgung ("Reichskristallnacht") in Deutschland am 9. /10. November 1938

Hört auf, sie immer Miriam
und Rachel und Sulamith
und Aron und David zu nennen
in eueren Trauerworten!
Sie haben auch Anna geheißen
und Maria und Margarete
und Helmut und Siegfried:
Sie haben geheißen wie ihr heißt

Ihr sollt sie euch nicht
so anders denken, wenn ihr
von ihrem Andenken redet,
als sähet ihr sie
alle mit schwarzem Kraushaar
und mit gebogenen Nasen:
Sie waren manchmal auch blond
und sie hatten auch blaue Augen

Sie waren wie ihr seid.
Der einzige Unterschied
war Stern den sie tragen mußten
und was man ihnen getan hat:
Sie starben wie alle Menschen sterben
wenn man sie tötet
nur sind nicht alle Menschen
in Gaskammern gestorben

Hört auf, aus ihnen
ein fremdes Zeichen zu machen!
Sie waren nicht nur wie ihr
sie waren ein Teil von euch:
wer Menschen tötet
tötet immer seinesgleichen.
Jeder der sie ermordet
tötet sich selbst

Erich Fried: Gesammelte Werke. Gedichte 3, Berlin, Verlag Klaus Wagenbach 1998. S. 444 - 445.


Kurzvortrag zum Herforder Synagogenschänder:
Christoph Laue

Fotoimpressionen

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Fotos: Ute Pahmeyer


Presseberichte

Stolpersteine für Herford – Dokumentation
04.07.2011

In Vorbereitung des geplanten Gedenkbuches unter dem Titel "Jeder Name eine Geschichte" mit Texten zu allen Stolpersteinen wird hier das vorerst abgeschlossene Projekt Stolpersteine zunächst mit einer Liste, den Fotos der Steine und einem Stadtplan dokumentiert. In die Bearbeitung des Gedenkbuches sollen die Patinnen und Paten der einzelnen Steine mit einbezogen werden.

Zur Koordination des geplanten Buches findet am 10. Juli um 16 Uhr ein erstes Treffen in der Gedenkstätte Zellentrakt statt.

Fotodokumentation und Liste aller in Herford verlegten Stolpersteine (PDF)
(Fotos: Ute Pahmeyer)

Stadtplan mit den Standorten der Stolpersteine (PDF)

Stolpersteine für Herford - vorläufiger Abschluss der Aktion
09.05.2011

Gunter Demnig übergibt Bürgermeister Bruno Wollbrink symbolisch die letzten Stolpersteine für Herford – Bürgermeister Bruno Wollbrink: "Gedenken muss in der jungen Generation lebendig erhalten werden"

Herford, 5.5. 2011. Der Initiator des Gedenkprojektes Stolpersteine, Gunter Demnig hat Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink die vorerst letzten 47 Stolpersteine für Herford symbolisch überreicht. Anschließend begann der Kölner Künstler mit der Verlegung der Steine. Dabei setzte er nicht nur Steine für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern auch für Mitglieder anderer Opergruppen. Dazu zählen politisch und religiös Verfolgte, Kriegsdienstverweigerer und "Deserteure" sowie Euthanasieopfer aus Herford.

Damit ist die Verlegung von Stolpersteinen in Herford nach 2 ½ Jahren Dauer vorerst abgeschlossen. Im Dezember 2008 hatte der Stadtrat der Umsetzung des Gedenkprojekts in Herford zugestimmt. Insgesamt 123 Personen wurde durch die Stolpersteine gedacht, die alle privat finanziert wurden.

"Mein erster Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, die in so kurzer Zeit die Umsetzung dieses Projekt ermöglicht haben", erklärte Bürgermeister Bruno Wollbrink. Diese Anerkennung gelte im gleichen Maße dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken, dessen organisatorische Hilfe unverzichtbar gewesen sei. "Mit den Stolpersteinen haben wir nun eine bleibende und unübersehbare materielle Erinnerung in den Bürgersteigen unserer Stadt verankert. Das ist gut so. Es bleibt uns aber weiterhin die Aufgabe, das Gedenken insbesondere in der jungen Generation lebendig zu erhalten."

Zustimmung fand das Stadtoberhaupt bei Wolfgang Spanier, dem Vorsitzenden des Kuratoriums. Das Kuratorium plane daher die Herausgebe eines Gedenkbuches unter dem Titel "Jeder Name eine Geschichte" mit Texten zu allen Stolpersteinen. Dabei sollen die Patinnen und Paten der einzelnen Steine mit einbezogen werden. "Wir freuen uns aber über jeden und jede insbesondere aus der jüngeren Generation, die einen Beitrag zum Gelingen des Werkes beitragen wollen". Zur Koordination des geplanten Buches findet am 10. Juli um 16 Uhr ein erstes Treffen in der Gedenkstätte Zellentrakt statt.

Zugleich dankte Wolfgang Spanier auch der Stadtverwaltung für ihr Engagement. Insbesondere das Bürgermeisterbüro sei als erster Ansprechpartner und koordinierende Hand im Hintergrund eine wichtige Hilfe gewesen. Gemeinsam mit der Stadt sei man auch weiterhin bereit weitere Stolpersteine zu setzen. "Sollten weitere Opfer bekannt werden, für die eine Verbindung nach Herford nachweisbar sind, steht das Kuratorium als Ansprechpartner zur Verfügung."

Fotoimpressionen von der Verlegung und dem Rathausplatz

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Fotos: Ute Pahmeyer


Presseberichte

Abgeschlossene Ausstellungen und Projekte

Informationen und Materialien zu abgeschlossenen Ausstellungen und Projekten finden SIe jeweils unter Archiv, Materialien und Presseberichte.

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